Indoor Sports Supercup 2017

Auf Mamas Spuren

03.09.2017

Am Mobiliar Kids Day in Zürich strotzen 80 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren vor Energie. Die Einlaufkinder Nina Hasler und Enola Rohrer fiebern ihrem grossen Moment entgegen.

Aufgeweckte Schulfreundinnen: Die siebenjährigen Nina Hasler (links) und Enola Rohrer strahlen um die Wette. (Fabian Trees)

Natürlich kommt es zum witzigen Grimassen-Foto. 80 Kinder zeigen in der Saalsporthalle in Zürich eine gute Mimik und posieren gekonnt mit dem geforderten Gesichtsausdruck. Spass haben die Stars von morgen auch am Geschicklichkeitsparcours, den sie im Rahmen des Mobiliar Kids Day durchlaufen. In spielerischer Form werden die Mädchen und Buben im Alter zwischen 5 und 12 Jahren an die vier Hallensportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball herangeführt. «Ich finde Handball cool», sagt die 7-jährige Nina Hasler und lacht verlegen. Die Zweitklässlerin aus Einsiedeln gibt zum ersten Mal einem Journalisten ein Interview. Sie scheint den besonderen Moment zu geniessen, sprudelt munter drauf los, es ist eine Freude, ihr zuzuhören. «Ich spiele Handball, weil auch meine Mutter diesen Sport ausübt», sagt die Schwyzerin. Nina ist die Tochter von Jacqueline Hasler-Petrig, die in 35 Länderspielen 101 Tore für die Schweiz geworfen hat.

Freude am Handballspielen wecken

Nina Hasler erzählt, dass sie am liebsten «mätschlet» und Tore schiesst «wie mein Mammi» – der Apfel fällt auch hier nicht weit vom Stamm (siehe Story vom Samstag). Neben Nina steht ihre gleichaltrige Schulfreundin Enola Rohrer. Wenn sie kichert, zeigt sie eine grosse Zahnlücke. Die aufgeweckte Zweitklässlerin aus Einsiedeln bestreitet ihr erstes Handball-Turnier. «Ich möchte es gewinnen», sagt sie etwas verlegen. Um anzufügen: «Und möglichst viele Tore schiessen.» Nina und Enola spielen seit einem Jahr im U9-Team des Dorfklubs HC Einsiedeln, dessen Fanionteams sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in der ersten Liga mitwirken. Bis zu zweimal pro Woche würden Nina und Enola trainieren, meint Trainerin Diana Kälin und sagt, welche Schwerpunkte dabei gelegt werden: «Passen und fangen sowie Ballstafetten eignen sich bei den Kindern besonders gut, die Freude am Handballspielen zu wecken.»

Warten auf den grossen Moment

Die Vorfreude auf den grossen Moment am Nachmittag ist bei Nina und Enola deutlich zu spüren. «Wir dürfen im Supercup mit den Spielern einlaufen», sagt Nina Hasler. Einmal mit den Stars bei einem bedeutenden Sportereignis aufs Feld zu laufen, ist der Traum von ganz vielen Kindern. Für Nina und Enola geht er bald in Erfüllung. Neben wem möchten die Einlaufkinder denn Hand in Hand einmarschieren – Azra Mustafoska (LC Brühl), Sibylle Scherer (LK Zug), Gábor Császár (Kadetten Schaffhausen) oder Lenny Rubin (Wacker Thun)? «Nicolas Raemy von Wacker Thun», sagt Nina. Raemy kennt sie, weil er ein Freund ihres Göttis Yves Petrig ist, der einst bei St. Otmar St. Gallen, Kriens-Luzern und Stäfa in der NLA gespielt hat.

Roger Keller nimmt den Enthusiasmus der Kinder am Mobiliar Kids Day mit Freude zur Kenntnis. «Es gibt ein grosses Bedürfnis für unseren Sport. Handballförderung ist ein wichtiger Baustein unseres Konzepts Kinderhandball von U7 bis U13», sagt der 56 Jahre alte Leiter Kommunikation und Marketing des Schweizerischen Handball-Verbandes.

Zurück