Volleyball: Champions League

«Come on, ich mache gewöhnlich drei Blocks im ganzen Spiel»

10.02.2017

Volero Zürich erledigt die Pflichtaufgabe in der Champions League gegen Alba Blaj souverän. Die US-Amerikanerin Foluke Akinradewo hat dem rumänischen Meister mit sieben Blocks den Zahn gezogen. Die Weltmeisterin spricht nach dem 3:0 (25:17, 25:18, 25:17) über eine lustige Szene vor dem Match, über die Bedeutung des Gruppensiegs und über ein spezielles Rendezvous.

Voleros Mauer: Foluke Akinradewo (mit Brille) und Fabiola blocken einen Angriff von Tatsiana Markevich. (Bilder: Dominic Staub)

Sieben Blockpunkte in einem Spiel über drei Gewinnsätze – wissen Sie noch, wann Ihnen dieses Kunststück zum letzten Mal gelungen ist?
Foluke Akinradewo: Oh, es ist schon eine Weile her (lacht). Das Blockspiel gehört zu meinen Stärken. Es ist lustig, vor dem Match forderte mich Teamkollegin Bojana Zivkovic auf, drei Blocks pro Satz zu machen. Ich sagte ihr dann: «Come on, ich mache gewöhnlich drei Blocks im ganzen Spiel.»

Volero Zürich gelangen im Champions-League-Vergleich gegen Alba Blaj 16 erfolgreiche Blockpunkte – war dies der Schlüssel zum Erfolg?
Absolut, das Zusammenspiel von Block und Feldabwehr funktionierte einwandfrei. Allerdings übten wir auch viel Druck am Service aus. Und im Angriff waren wir effizient. (Topskorerin Olesia Rykhliuk steuerte 15 Punkte bei. Sie hält nun bei 81 Punkten nach vier Spielen und 15 Sätzen, die Red.)

Wie wichtig ist Ihnen der Gruppensieg – dazu bräuchte Volero Zürich am 22. Februar mit grosser Wahrscheinlichkeit einen Sieg beim Tabellenführer Dinamo Moskau?
Das ist sehr wichtig. Die Champions League zu gewinnen, ist unser grosses Ziel. Auf dem Weg dorthin wird es keine einfachen Spiele geben. Wir wollen den Gruppensieg, um mit viel Selbstvertrauen die nächsten Herausforderungen anzugehen.

Was hat Trainer Zoran Terzic vor dem Spiel gegen Alba Blaj zu Euch gesagt?
Die Traineransprache hörte sich wie gewohnt an. Das Resultat hängt immer vom eigenen Auftritt ab. Wenn wir uns in jedem Match hundertprozentig auf das gemeinsame Ziel konzentrieren, können wir es auch erreichen. Der Beginn der Partie gegen Alba Blaj verlief noch etwas harzig. Als sich unsere Nervosität gelegt hatte, zeigten wir eine starke Vorstellung.

Alba Blaj kann man auch als «Volero light» bezeichnen. Beim rumänischen Meister stehen mit Marina Vujovic, Nneka Obia Onyejekwe, Nadja Ninkovic, Ana Grbac und Ana Antonijevic fünf ehemalige Volero-Spielerinnen unter Vertrag. Ein spezielles Rendezvous?
Ja, das kann man so sagen. Solche Vergleiche sind immer interessant, gerade weil diese Akteurinnen das Spielsystem von Volero Zürich sehr gut kennen. Ich spielte allerdings nur mit Ana Antonijevic gemeinsam in einem Team. Das war in der vergangenen Saison.


Weltmeisterlich: Foluke Akinradewo schlägt den Ball kraftvoll über den rumänischen Block.

Mehr zur Champions League (Pool B)

Volero Zürich – Alba Blaj (Rum) 3:0

Saalsporthalle. – 1270 Zuschauer. – SR Michlic/Goren. – Einzelne Sätze: 25:17 (21 Minuten), 25:18 (24), 25:17 (24).

Volero Zürich: Fabiola 2 Gewinnpunkte (0 Angriff/2 Block/0 Service), Rabadschjewa 11 (7/3/1), Rykhliuk 15 (13/0/2), Carcaces 14 (12/2/0), Orlowa 5 (3/2/0), Akinradewo 13 (5/7/1), Popovic (Libera/0); Mariana Costa 1 (0/0/1), Lengweiler.

CS Volei Alba Blaj: Antonijevic (0), Salaoru (13), Ninkovic (3), Samara (3), Markewitsch (10), Onyejekwe (4), Vujovic (Libera/0); Djuric, Lazic (1), Grbac, Berdila.

Bemerkungen: Volero Zürich ohne Zivkovic, Unternährer, Mammadowa, Malkowa, Karadayi (alle nicht eingesetzt) und Schottroff (nicht im Aufgebot).

Champions League. Vorrunde. Gruppe B. 4. Runde: Volero Zürich – Alba Blaj (Rum) 3:0. Dinamo Krasnodar – Dinamo Moskau 0:3. – Rangliste (nach 4 Runden): 1. Dinamo Moskau 10 (12:5). 2. Volero Zürich 10 (11:4). 3. Dinamo Krasnodar 4 (6:10). 4. Alba Blaj 0 (2:12). – Die nächste Runde. Dienstag, 21. Februar: Dinamo Krasnodar – Alba Blaj. – Mittwoch, 22. Februar: Dinamo Moskau – Volero Zürich (17 Uhr).

Challenge Cup. Achtelfinal. Rückspiel: Limassol (Zyp) – Neuenburg UC 0:3 (13:25, 15:25, 22:25); Hinspiel 1:3. – Neuenburg UC im Viertelfinal (21.-23. Februar und 7.-9. März) gegen den Bundesligisten Schwerin.

Zurück