BBC Monthey ist Schweizer Meister

Eine Familienangelegenheit

14.06.2017

Präzisionsarbeit: Die Basketballer von Monthey verwerten bei den Lions de Genève ihren ersten Matchball souverän. Sieben erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe und ein enormes Selbstvertrauen stehen am Ursprung des dritten Schweizer-Meister-Titels der Unterwalliser.

Am Ziel der Träume: Der BBC Monthey feiert den dritten Schweizer-Meister-Titel in der Vereinsgeschichte. (Bilder: Jonathan Picard)

Der BBC Monthey hat zum dritten Mal nach 1996 und 2005 den Schweizer-Meister-Titel im Basketball gewonnen. Die Unterwalliser verwerteten bei den Lions de Genève vor 1910 Zuschauern ihren ersten Matchball souverän. Die Equipe des Kroaten Niksa Bavcevic setzte sich nach einem weiteren überzeugenden Auftritt mit 77:69 (41:32) durch und entschied die Best-of-7-Serie mit 4:2-Siegen für sich. Damit hat der amtierende Ligacupsieger Monthey Revanche für die Niederlage im Cupfinal gegen die Genfer im vergangenen April genommen.

3-Punkte-Würfe machen den Unterschied

Die Basketballer aus dem Chablais traten im Salle du Pommier in Grand-Saconnex mit grossem Selbstvertrauen an. In den ersten beiden Vierteln des Spiels glänzten Montheys Präzisionswerfer mit insgesamt fünf erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen. Die Genfer hingegen trafen in dieser Phase nie aus der Distanz. Auch gedanklich waren die agilen Unterwalliser oft einen Schritt schneller als der Gegner. «Wir wollten die Serie unbedingt in Genf beenden und uns nicht auf eine Finalissima einlassen. Jeder von uns ging fokussiert ins Spiel. Wir wussten, dass uns niemand stoppen kann, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und füreinander kämpfen», beantwortet Montheys Kapitän Jonathan Dubas die Frage, welchen Gameplan das Team vom Trainer bekommen habe. Die Akteure von Lions de Genève konnten ihre Nervosität nie ablegen. Sie wirkten verunsichert, zögerlich gar, die beiden Schweizer Schlüsselspieler Roberto Kovac und Marco Mladjan wurden vom kompakten Unterwalliser Abwehrverbund weitgehend neutralisiert.

Im dritten Viertel des Spiels kamen die Genfer etwas besser ins Spiel. Endlich gelang ihnen ein Treffer aus der Distanz (37:41). Monthey schaltete jedoch sofort einen Gang höher und kontrollierte das Geschehen nach Belieben. Der Schlussabschnitt geriet für die Gäste zum Schaulaufen. Spätestens als fünf Minuten vor Schluss der Spielstand von 52:70 auf der Anzeigetafel aufleuchtete, gab es für die zahlreich mitgereisten Fans aus dem Unterwallis kein Halten mehr.

Team-Spirit entscheidend

«Genf gab uns die Räume für 3-Punkte-Würfe. Das nutzten wir resolut aus», sagt der vorzüglich spielende Dubas, der im 6. Akt der finalen Playoff-Serie 16 Punkte und 13 Rebounds (Abpraller vom Brett oder vom Ring) zum Sieg beisteuerte. 20 Mal hat Monthey aus der Distanz Mass genommen – 7 Mal ging der Ball in den Korb (35 Prozent Erfolgsquote). Genf gab 23 Distanzwürfe ab – nur 3 Mal ging der Ball in den Korb (13 Prozent). Jonathan Dubas nennt einen weiteren Grund, weshalb seine Mannschaft das Championat gewonnen hat: «Wir sind eine grosse Familie. Jeder hilft jedem – auf und neben dem Spielfeld. Bei uns herrscht ein grossartiger Team-Spirit.»


Ausgezeichnet: Monthey-Kapitän Jonathan Dubas hält stolz den Meisterpokal, Swiss-Basketball-Präsident Giancarlo Sergi freut sich mit.

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