GC Zürich gewinnt den Cup

«Ich wusste, dass wir das Spiel kehren können»

25.02.2017

GC Zürich hat den Cupfinal gegen den HC Rychenberg Winterthur nach einem Steigerungslauf 8:7 (1:4, 4:2, 3:1) gewonnen. Luca Graf, der Kapitän der siegreichen Mannschaft, spricht über das Gegentor nach zwei Sekunden, über seine Gedanken nach dem 1:6-Rückstand und über die Kommunikation, die wegen des ohrenbetäubenden Lärms in der ausverkauften Wankdorfhalle in Bern eingestellt wurde.

Ein echter Leader: GC-Zürich-Kapitän Luca Graf (Mitte) erzielte drei Skorerpunkte (1 Tor, 2 Assists). (Bilder: Fabian Trees)

Vor einem Jahr haben Sie mit Floorball Köniz den Cup gegen GC Zürich gewonnen. Jetzt mit GC Zürich gegen Rychenberg Winterthur – und wieder in Bern, wo Sie herkommen. Ist das ein besonderer Moment für Sie?
Luca Graf: Ja, das ist ein besonderer Moment. Aber nicht, weil ich der einzige Berner im Zürcher Team bin. Ich bin dankbar dafür, dass ich meinen neuen Teamkollegen etwas zurückgeben konnte. Ich wurde bei GC Zürich sehr gut aufgenommen.

Das Spiel begann mit einem Gegentor nach gerade mal zwei Sekunden denkbar schlecht für GC Zürich. War Ihre Mannschaft zu Beginn der Partie noch nicht wach?
Es war ja nicht nur dieses Gegentor. Ein früher Rückstand kann immer mal passieren. Aber in den ersten sechs Minuten gleich drei Gegentore kassieren – das sollte nicht passieren.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Rychenberg Winterthur auf 6:1 erhöht hat?
Mir ging nichts durch den Kopf. Ich wusste, dass wir das Spiel kehren können, wenn wir die nötige Energie dafür aufbringen würden. Daran habe ich immer geglaubt. Die Mannschaft von GC Zürich hat in dieser Phase Charakter bewiesen. Und: Im Unihockey kann es sehr schnell gehen.

Nach dem 1:6-Rückstand ist das Spiel komplett gekippt. Mit einem Steigerungslauf schoss GC Zürich in der Folge sieben Tore in Folge. Zollte Rychenberg Winterthur womöglich für sein hohes Anfangstempo Tribut?
Das kann sein. Ich denke aber, dass das Momentum auf unsere Seite gekippt ist, als wir mit einem eher glücklichen Tor auf 4:6 verkürzten. Wir haben die Geduld nie verloren, sondern in der Verteidigung konzentriert weitergearbeitet und vorne die Torchancen konsequent genutzt.

3200 Zuschauer sorgten in der ausverkauften Wankdorfhalle für einen ohrenbetäubenden Lärm. Wie haben Sie auf dem Feld kommuniziert?
Die Kommunikation war in der Tat nicht möglich. Wir stellten sie von Beginn weg ein, weil es zu viel Energie gekostet hätte, mit Herumschreien dem Teamkollegen etwas mitzuteilen, das er ohnehin nicht hören könnte. Aber für etwas stehen wir ja drei bis vier Mal pro Woche in der Halle. Die Automatismen haben recht gut geklappt.

Das Matchtelegramm


Am Ziel der Cup-Träume: Die Spieler von GC Zürich feiern den dritten Cup-Triumph in der Vereinsgeschichte.

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