Indoor Sports Supercup 2017

Sergi Junior verzückt Sergi Senior

08.10.2017

Am Mobiliar Kids Day in Freiburg zeigen sich 55 Kinder als Präzisionskünstler. Auch der Sohn von Giancarlo Sergi, Zentralpräsident von Swiss Basketball, ist in der St. Leonhard-Halle mit Leidenschaft dabei.

Fingerspitzengefühl: Bei Vater Giancarlo Sergi und Sohn Timo dreht sich vieles um Basketball. (Bilder: Philipp Reinmann)

Es ist eine Aktion fürs Lehrbuch: Eloise Lembo dribbelt mit flinken Händen über den halben Platz, stoppt, nimmt Mass und wirft den Ball via Brett in den Korb, als gäbe es nichts Leichteres. «Das mache ich am liebsten», sagt die 7 Jahre alte Tessinerin aus Claro bei Bellinzona. Vor drei Jahren hat die Zweitklässlerin mit dem Basketball angefangen. Inspiriert wurde sie von ihrem Vater – Sacha Lembo hatte fünf Saisons lang für Bloney und Nyon in der NLA gespielt. Eloise trägt ein schickes Trikot des BC 79 Arbedo TI. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen und -Kollegen absolviert sie den Parcours, der anlässlich des Mobiliar Kids Day in Freiburg die Kinder in spielerischer Form an die vier Hallensportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball heranführt. Beim Reaktionsspiel Fitlight, wo Hand/Auge- und Fuss/Auge-Koordination gezielt trainiert werden, zeigt das aufgeweckte Mädchen erstaunliches Geschick. Eloise hat eine klare Vorstellung, was sie im Basketball erreichen will: «Ich möchte den Schweizer-Meister-Titel gewinnen.»


Konzentrationsphase: Gleich wirft Eloise Lembo den Ball in den Korb.

Michael Jordan als Vorbild


Federico Bertoletti zeigt sich ebenfalls als Präzisionskünstler. Der 8 Jahre alte Tessiner strahlt übers ganze Gesicht, als der Ball punktgenau im Korb landet. Der Drittklässler aus Lumino bei Bellinzona spielt im gleichen Verein wie Eloise Lembo. Auf die Frage, warum er nicht Fussball spiele, antwortet Federico lapidar: «Weil im Fussball beleidigende Worte fallen.» Sein Vorbild? «Michael Jordan von den Chicago Bulls.» Federico beweist auch mit dem Unihockeystock viel Talent; den kleinen, gelochten Ball schiesst er souverän durch die Löcher der Torwand. «Am Kids Day steht das Vergnügen im Vordergrund. Wichtig ist es, dass die Kinder Spass haben», sagt Sacha Lembo. Der 42-Jährige fungiert beim BC 79 Arbedo als Kassier. Basketball sei eine Art Lebensschule. «Körpereinsatz, Koordination und Präzision – all das lernen die Kinder in diesem Sport. Auch der Umgang mit Siegen und Niederlagen ist eine gute Erfahrung», meint Sacha Lembo.

Starker Zuwachs beim Mini-Basket

Giancarlo Sergi verfolgt das Geschehen mit geschwellter Brust. «Mein Herz hüpft, wenn ich sehe, mit welchem Engagement die Kinder bei der Sache sind. Sie sind die Basis unserer Pyramide und die Stars von morgen», sagt der Zentralpräsident von Swiss Basketball. «Heute bin ich aber nicht in dieser Funktion hier. Mein Sohn Timo macht nämlich mit. Er spielt bei Morges Saint-Prex Basket.» 4400 Kinder spielen in der Schweiz Mini-Basketball – 1600 Kids mehr als noch vor drei Jahren. «Unser Ziel ist es, in fünf Jahren die 10 000er-Marke zu knacken», sagt Sergi. Deshalb hätte der Verband vor einem Jahr auch Olivier Schott verpflichtet. Der ehemalige Schweizer Basketball-Profi ist bei Swiss Basketball verantwortlich für den Bereich Mini-Basket.


Tief durchatmen: Federico Bertoletti nimmt unter dem Korb Mass.

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