Dietlikon schafft Cupfinal-Hattrick

«Vier Assists – ja, es war sicher kein schlechter Match»

25.02.2017

Der UHC Dietlikon hat zum dritten Mal in Folge den Schweizer Cup gewonnen. Die Titelverteidigerinnen siegten gegen Meister Piranha Chur 5:0. Flügelspielerin Isabelle Gerig bereitete vier Tore mit perfekten Zuspielen vor. Die 18 Jahre alte Nationalspielerin spricht über Ihren grossen Tag, über einen Motivationsfilm der Trainerin und über ihren sportlichen Traum.

Perfekte Zuspielerin: Dietlikons Isabelle Gerig (Nr. 23) gelingen im Cupfinal gegen Piranha Chur vier Assists. (Bilder: Michael Peter)

Was war im Schweizer Cup für Sie der Schlüssel zum Erfolg?
Isabelle Gerig: Wir hatten uns in den vergangenen Wochen sehr gut auf diesen Moment vorbereitet und zuletzt hervorragend trainiert. Wir liessen nur wenige Torchancen zu, die unser Goalie Monika Schmid allesamt vereitelte. Und vorne haben wir unsere Chancen genutzt.

Zu vier der fünf Toren gaben Sie den entscheidenden Pass – spielten Sie den Match Ihres Lebens?
Vier Assists – ja, es war sicher kein schlechter Match (schmunzelt). Heute hat sehr vieles gepasst.

Können Sie Ihre gute Form erklären?
In einem solch bedeutenden Spiel ist man immer enorm motiviert. Ich ging mit viel Selbstvertrauen und Zuversicht in den Match.

Hat Trainerin Simone Berner vor dem Spiel in der Garderobe eine Motivationsrede gehalten?
Sie hat uns motiviert und gesagt, dass wir einander vertrauen sollen. Aber am vergangenen Donnerstag passierte etwas Spezielles.

Was denn?
Simone Berner zeigte uns vor dem Abschlusstraining einen Film mit Sequenzen aus der laufenden Saison. Wir sahen die harte Vorbereitung mit Videos aus dem Konditionstraining, schöne Tore, gelungene Pässe. Diese Bilder haben uns enorm motiviert.

In entscheidenden Spielen gegen Piranha Chur zeigt Ihr Team zwei Gesichter: Im Cup schlägt Dietlikon die Bündnerinnen, geht es um den Schweizer-Meister-Titel, sieht die Bilanz gerade umgekehrt aus – Chur gewann die letzten fünf Vergleiche. Können Sie sich das erklären?
Schwierig zu sagen. In der Meisterschaft ist es auch in dieser Saison sehr ausgeglichen. Beide Teams haben je einmal gewonnen und verloren. Wenn wir heuer wieder in den Superfinal vorstossen, wollen wir das unbedingt ändern.

Mit Michelle Wiki und Petra Weiss verliessen im vergangenen Jahr zwei Schlüsselspielerinnen den UHC Dietlikon (die zwei Offensivkräfte schossen in der letzten Saison insgesamt 88 Tore, die Red.). Sind nun andere Akteurinnen aus deren langem Schatten getreten – Sie zum Beispiel?
Es ist schade, dass Wiki und Weiss gegangen sind. Aber jetzt können sich andere Spielerinnen präsentieren und in die Bresche springen. Andrea Gämperli zum Beispiel. Sie ist vorzüglich in die Saison gestartet (Gämperli ist NLA-Topskorerin, die Red.). So gesehen kann man den beiden Abgängen auch Positives abgewinnen.

Sie haben bereits Ihren vierten Titel gewonnen – zweimal wurden Sie Cupsieger, zweimal gewannen Sie den Indoor Sports Supercup. Sie haben auch schon 7 Spiele für die Schweizer Eliteauswahl bestritten und dabei 12 Skorerpunkte gesammelt (7 Tore, 5 Assists). Haben Sie einen sportlichen Traum?
Ja, ich möchte einmal in Schweden spielen – in der stärksten Liga der Welt. Aber zuerst möchte ich im kommenden Sommer die Berufslehre als Kauffrau abschliessen.

Das Matchtelegramm


Am Ziel der Cup-Träume: Dietlikons Torhüterin Monika Schmid und ihre Teamkolleginnen feiern den achten Cup-Triumph in der Vereinsgeschichte.

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