Volero Zürich gewinnt den Supercup

«Zum Glück hatten wir Rosir Calderon Diaz»

07.10.2017

Sm’Aesch-Pfeffingen hat Volero Zürich im Indoor Sports Supercup an den Rand einer historisch anmutenden Niederlage gebracht. Der gebürtigen Kubanerin Rosir Calderon Diaz hatte es Volero zu verdanken, dass seine nunmehr fünfeinhalb Jahre andauernde Siegesserie nach 185 Erfolgen in Meisterschaft und Cup in Schweizer Ernstkämpfen weiter Bestand hat. Die frischgebackene Europameisterin und Volero-Zuspielerin Bojana Zivkovic beschreibt ihre Gefühlswelt.

Zwei, die sich mögen: Volero-Zuspielerin Bojana Zivkovic präsentiert stolz den Pokal. (Bilder: Philipp Reinmann)

Am letzten Sonntag EM-Gold, jetzt Indoor Sports Supercupsieger. Schweben Sie gerade auf Wolke 7?
Bojana Zikvovic: Ich erlebe in der Tat gerade aussergewöhnliche Tage. Ich bin so glücklich, mit Serbiens Nationalteam den EM-Titel gewonnen zu haben. Die Goldmedaille bedeutet mir viel und ist sehr wichtig für den weiteren Verlauf meiner Karriere. Der Gewinn des Supercups ist bedeutsam für Volero Zürich – weil dieser Titel Tradition hat (lacht).

Wie haben Sie diese aufregende Woche erlebt?
Der Empfang in Belgrads Zentrum am Montag war sehr emotional. Wir wurden auf dem Balkon des Präsidentenpalasts willkommen geheissen. Tausende skandierten unsere Namen. Es ist wunderschön, einen solchen Moment mit den Landsleuten zu teilen.

Volero Zürich wankte gegen Sm’Aesch-Pfeffingen, fiel aber nicht. Was war im Indoor Sports Supercup der Schlüssel zum Erfolg?
Sm’Aesch-Pfeffingen forderte uns alles ab. Zum Glück hatten wir Rosir Calderon Diaz. Sie spielte grossartig (37 Gewinnpunkte, die Red.). Wir brauchten Calderon, um das Spiel zu gewinnen.

Volero Zürich präsentiert sich heuer in neuem Kleid und scheint deutlich schwächer besetzt als im vergangenen Jahr. Teilen Sie diese Meinung?
Das heutige Team kann man nicht mehr mit jenem aus der vergangenen Saison vergleichen. Wir haben viele neue und junge Spielerinnen, die international weniger Erfahrung aufweisen als jene Akteurinnen, welche letztes Jahr dabei gewesen sind. Einige Teamkolleginnen spielen zum ersten Mal im Ausland. Die Automatismen brauchen noch Zeit. Wir trainieren erst seit kurzem zusammen.

Wird die Meisterschaft 2017/2018 für Volero Zürich wieder ein Selbstläufer?
Vielleicht wird es in dieser Saison etwas schwieriger. Aber ich habe keine Zweifel, dass wir unsere Titel verteidigen werden.

Was macht der neue brasilianische Trainer Anderson De Oliveira Rodrigues anders als sein Vorgänger Zoran Terzic?
Die Frage kann ich noch nicht schlüssig beantworten. Ich bin ja erst seit drei Tagen wieder in Zürich. Wir werden sehen. Unser Trainer war früher ein guter Volleyballspieler. Er weiss also, wie er auf uns einwirken muss – in guten wie in schlechten Zeiten.

Bundesrat Guy Parmelin hat Ihnen den Pokal überreicht. Was bedeutet Ihnen die Ehrerweisung des Schweizer Sportministers?
Es ist doch schön, dass der Schweizer Sportminister zum Supercup gekommen ist. Ich bin überzeugt, dass ihm das spannende Spiel gefallen hat.


Überragend: Rosir Calderon Diaz führte Volero Zürich mit 37 Punkten zum Gewinn des Indoor Sports Supercups.

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