Indoor Sports Supercup 2016

Im Zeichen von Revanchen

22.06.2016

Wer holt die erste Trophäe in der neuen Saison? Im zweigeteilten Indoor Sports Supercup Anfang September in Zürich und einen Monat später in Freiburg präsentieren sich die Schweizer Meister und Cupsieger erstmals einem breiten Publikum. Fünf der acht prestigeträchtigen Vergleiche in den vier Hallensportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball haben bereits in den Playoff-Finals für Dramatik gesorgt.

Titelverteidiger: Die Handballer von Kadetten Schaffhausen feiern ihren Triumph bei der Premiere des Indoor Sports Supercups 2015. (Bild: Markus Ulmer)

Bei der zweiten Auflage des Indoor Sports Supercups am 3./4. September in Zürich respektive am 8./9. Oktober in Freiburg brennen fünf Teams auf Revanche: Die NLA-Zweiten UHC Dietlikon, Floorball Köniz (beide Unihockey), LC Brühl (Handball), Sm’Aesch-Pfeffingen (Volleyball) und Union Neuchâtel Basket (Basketball) haben mit den amtierenden Schweizer Meistern Piranha Chur, GC, Spono Eagles, Volero Zürich und Fribourg Olympic eine Rechnung offen. Fünf der acht prestigeträchtigen Vergleiche zwischen Meister und Cupsieger in den vier Hallensportarten sind Reprisen der diesjährigen Playoff-Finals.

Erstmals an zwei Daten

Zum zweiten Mal organisiert Indoor Sports in Zusammenarbeit mit den Partnerverbänden Swiss Basketball, Schweizerischer Handball-Verband, swiss unihockey und Swiss Volley im kommenden Herbst den Supercup. Alle acht Partien sind offizielle Titelspiele der vier Sportverbände. Der Anlass wird erstmals zweigeteilt – Anfang September werden in der Saalsporthalle in Zürich die Supercup-Sieger im Unihockey und Handball ermittelt, einen Monat später, in der St. Leonhard-Halle in Freiburg, jene im Volleyball und Basketball. Grund für die Splittung des Wettbewerbs sind die unterschiedlichen Saisonstarts der Sportarten: Die Handball-Meisterschaft beginnt bereits am 31. August, der Kick-off in die Unihockey-Saison erfolgt am 16. September. Das Basketball-Championat wird am 24. September eröffnet, die Volleyballer greifen ab 15. Oktober ins Geschehen ein.

Unihockey und Handball in Zürich

Mit der Unihockey-Partie zwischen Meister Piranha Chur und Cupsieger UHC Dietlikon wird der zweite Supercup am 3. September lanciert. Die Zürcherinnen werden mit einer Hypothek ins Spiel gehen: Mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison haben mit Mobiliar-Topskorerin Michelle Wiki (83 Skorerpunkte; 65 Tore/18 Assists) und Petra Weiss (60; 23/37) zwei Offensivkräfte das Team in Richtung Schweden verlassen. Das stärkste Sturmduo der NLA wechselt zum Champions-Cup-Sieger Kais Mora IF. Die Mission Titelverteidigung dürfte schwierig werden. Der UHC Dietlikon hat die erste Auflage des Supercups vor einem Jahr erst nach einem Penalty-Drama gegen Piranha Chur gewonnen.

Auch bei den Männern kommt es zu einer Neuauflage des Playoff-Finals: Meister GC trifft auf Cupholder Floorball Köniz. Der prominenteste Abwesende ist Kim Nilsson – wie Wiki soeben zum wertvollsten Spieler der vergangenen Saison ausgezeichnet (MVP). Der Superstar steht neu beim schwedischen Zweitligisten Kalmarsund unter Vertrag. AIK Stockholm, das im Besitz eines gültigen Vertrages mit Nilsson nach dessen GC-Abstecher gewesen war, liess den Weltklassespieler für eine Rekord-Ablösesumme von 1,4 Millionen Kronen (167 000 Franken) ziehen. Für GC-Verteidiger Luca Graf wird es eine spezielle Begegnung sein. Der Schweizer Nationalspieler trug in der vergangenen Saison das Trikot von Floorball Köniz.

Am 4. September wollen sich die Handballerinnen von Rekordmeister LC Brühl für die Niederlage im Playoff-Final gegen die Spono Eagles revanchieren. Tamara Bösch wird in der Reprise fehlen. Die Rückraumwerferin aus Österreich, die in der vergangenen Saison zur wertvollsten Spielerin im Championat gewählt wurde, wechselt vom LC Brühl in die Bundesliga zum Vize-Meister HC Leipzig. Weil die Männer von Kadetten Schaffhausen 2015/2016 das Double mit Meisterschaft und Cup gewonnen haben, wird Cupfinalist St. Otmar St. Gallen zum Handkuss kommen. 90 Zentimeter gross und rund 8 Kilogramm schwer ist der begehrte Pokal – die Schaffhauser werden alles daran setzen, die Trophäe wieder in die Munotstadt zu bringen.

Volleyball und Basketball in Freiburg

Am 8. Oktober präsentiert sich das neuformierte Dream-Team von Volero Zürich in der St. Leonhard-Halle in Freiburg zum ersten Mal an einem Ernstkampf. Womöglich laufen mit den Brasil-Stars Fabíola und Mari Paraíba zwei frischgebackene Olympiasiegerinnen, mit der US-Amerikanerin Foluke Akinradewo eine amtierende Weltmeisterin und mit der Russin Jekaterina Orlowa eine aktuelle Europameisterin auf – krass für helvetische Volleyball-Verhältnisse, Gegner Sm’Aesch-Pfeffingen ist bei der Neuauflage des Playoff-Finals wahrlich nicht zu beneiden. Bei den Männern duellieren sich Meister Volley Amriswil und Cupsieger Biogas Volley Näfels.

Tags darauf nehmen die Basketball-Cracks Mass. Im Frauenspiel testet der überraschende Cupsieger Fizzy Riva Muraltese den Formstand von Meister Hélios VS Basket. Im Männer-Spiel wird Union Neuchâtel Basket abermals einen Anlauf nehmen, die Bastion von Double-Gewinner Fribourg Olympic zu stürmen. Heisst der grosse Abwesende im diesjährigen Unihockey-Supercup Kim Nilsson, werden auch die Basketball-Fans einen Kunstschützen vermissen: Jonathan Kazadi. Der Schweizer Nationalspieler wechselte von Fribourg Olympic zum Profiklub Orléans Loiret Basket. Am längsten Fluss Frankreichs will der 25 Jahre alte Berner seine Karriere vorantreiben.

Das Programm des Supercups 2016

Saalsporthalle in Zürich
Sa, 3. September (15.30 Uhr), Unihockey, Frauen: Piranha Chur – UHC Dietlikon
Sa, 3. September (19 Uhr), Unihockey, Männer: GC – Floorball Köniz
So, 4. September (14 Uhr), Handball, Frauen: Spono Eagles – LC Brühl
So, 4. September (16.30 Uhr), Handball, Männer: Kadetten Schaffhausen – St. Otmar SG

St. Leonhard-Halle in Freiburg
Sa, 8. Oktober (15 Uhr), Volleyball, Frauen: Volero Zürich – Sm’Aesch-Pfeffingen
Sa, 8. Oktober (18 Uhr), Volleyball, Männer: Volley Amriswil – Biogas Volley Näfels
So, 9. Oktober (14 Uhr), Basketball, Frauen: Hélios VS Basket – Fizzy Riva Muraltese
So, 9. Oktober (17 Uhr), Basketball, Männer: Fribourg Olympic – Union Neuchâtel Basket

So verlief die Supercup-Premiere 2015

Die erste Austragung des Indoor Sports Supercups 2015 im Hallenstadion Zürich beginnt mit einem Paukenschlag: Im Basketball verliert Serienmeister Hélios VS Basket gegen Erzrivale Elfic Fribourg unerwartet deutlich 47:72. Für die Neo-Freiburgerin Alexia Rol ist es eine sehr emotionale Begegnung, hat sie doch bis kurz vor der Saison-Ouvertüre beim fast unbezwingbaren Walliser Branchenleader gespielt. Ein starkes Nachlassen im dritten Viertel (2:17) führt Meister Lions de Genève gegen Cupsieger Lugano Tigers auf die Verliererstrasse. Die Tessiner, angeführt vom formidabel spielenden US-Amerikaner Dominique Rambo (20 Punkte), feiern nach dem 74:66 ausgelassen.

Im Unihockey glückt Dietlikon gegen Meister Piranha Chur die Revanche für die Niederlage im Superfinal. Michelle Wiki verwertet den entscheidenden Versuch im Penaltyschiessen (4:3). Bei den Männern entscheidet Wiler-Ersigen den ersten Titelkampf der Saison für sich. Der Meister gewinnt die Neuauflage des Superfinals gegen Alligator Malans 6:2.

Im Volleyball-Supercup verwertet ausgerechnet die Ur-Könizerin Pamela Gfeller-Lejczyk den Matchball zum 3:2 für Düdingen. Wie schon im vergangenen Cup-Halbfinal lässt die stark auftretende Equipe von Nicki Neubauer den Könizer Traum platzen, erstmals seit 2009 wieder einen Titel zu gewinnen. Die Senslerinnen feiern den ersten Titel in der Vereinsgeschichte. Double-Gewinner Volero Zürich hat auf die Teilnahme am Supercup verzichtet. Bei den Männern feiert Cupsieger Lausanne Université Club einen 3:1-Sieg gegen Schweizer Meister #Dragons Lugano – rechtzeitig zum 40-jährigen Bestehen der Volleyball-Sektion.

Nichts anbrennen lässt der LK Zug im Handball. Die Double-Gewinnerinnen setzen sich gegen Rotweiss Thun souverän 35:31 durch. «Zauber-Show» titelt der Blick nach dem Männer-Match. Die Boulevard-Zeitung lobt überschwänglich die vorzügliche Leistung des Kadetten-Schaffhausen-Torhüters Nikola Marinovic, der gegen Cupsieger Pfadi Winterthur nicht weniger als 20 Paraden zeigt. Der 39 Jahre alte österreichische Nationalgoalie hext den Meister zum 30:21-Sieg.

Am Samstag, 5. September 2015 (Basketball, Unihockey), verfolgen kumuliert 3500 Zuschauer die vier Partien des Supercups, tags darauf (Volleyball, Handball) kommen insgesamt 3255 Personen ins Hallenstadion. Fast 7000 Hallensportfans sorgen an diesem aussergewöhnlichen Anlass für einen würdigen Rahmen. Die Vergabe von acht Trophäen an zwei Tagen unter einem Dach ist eine Exklusivität.

Alle Höhepunkte des Supercups findest Du im Video hier.

Die Resultate des Supercups 2015

Basketball, Frauen: Hélios VS Basket – Elfic Fribourg 47:72 Spielbericht / Video
Basketball, Männer: Lions de Genève – Lugano Tigers 66:74 Spielbericht / Video
Unihockey, Frauen: Piranha Chur – UHC Dietlikon 3:4 n.P. Spielbericht / Video
Unihockey, Männer: SV Wiler-Ersigen – Alligator Malans 6:2 Spielbericht / Video
Volleyball, Frauen: Volley Köniz – TS Volley Düdingen 2:3 Spielbericht / Video
Volleyball, Männer: #Dragons Lugano – Lausanne UC 1:3 Spielbericht / Video
Handball, Frauen: LK Zug – DHB Rotweiss Thun 35:31 Spielbericht / Video
Handball, Männer: Kadetten SH – Pfadi Winterthur 30:21 Spielbericht / Video

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