Indoor Sports Supercup 2017

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

02.09.2017

Am Mobiliar Kids Day in Zürich beweisen die Stars von morgen ein feines Händchen. Die Unihockey-Familie De Icco ist mit Begeisterung dabei.

Freude herrscht: Timo De Icco, Livio De Icco und Lian Streit (von links nach rechts) haben mächtig Spass. (Bild: Fabian Trees)

Bei der Familie De Icco passt die Redewendung «Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm» haargenau. Der frühere italienische Unihockey-Nationalspieler Andrea De Icco und die ehemalige Torfrau des NLA-Klubs GC, Cornelia De Icco-Grimm, sind mit ihren vier Söhnen Leandro (6), Valerio (6), Timo (9) und Livio (11) an den Mobiliar Kids Day nach Zürich gereist. «Ich habe meine Kinder keineswegs zum Unihockey gedrängt, sie haben einfach Freude an diesem Sport», sagt der 37 Jahre alte Trainer der E-Junioren von Unihockey Mittelland mit einem verschmitzten Lächeln. «Am liebsten schiesse ich den Ball ins Tor. Das macht richtig Spass», meint der aufgeweckte Timo De Icco. Der Drittklässler aus Däniken möchte in der Saalsporthalle mit seinen Teamkollegen in erster Linie «gut zusammenspielen, gewinnen und viel Spass haben». Sein sportliches Ziel steht schon fest: «Ich will einmal in der NLA spielen.» Livio De Icco verrichtet an diesem Morgen Helferdienste. Er darf das E-Junioren-Team altershalber nicht verstärken. Der Sechstklässler, Verteidiger im U14-Team von Unihockey Mittelland, freut sich bereits auf das Spiel der Grossen zwischen dem Grasshopper Club Zürich und SV Wiler-Ersigen: «Im Supercup kann ich Anschauungsunterricht nehmen.»

Vater als Vorbild

Lian Streit absolviert gerade den Parcours, der die Kinder in spielerischer Form an die vier Hallensportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball heranführt. Der Viertklässler aus Oensingen beweist Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen und Treffsicherheit. Der 9 Jahre alte Bub hat ein feines Händchen, er kann mit allen vier Bällen ausgezeichnet umgehen. Wie Timo De Icco spielt auch Streit bei den E-Junioren von Unihockey Mittelland. Befragt nach seinem sportlichen Vorbild, antwortet der Solothurner wie aus der Pistole geschossen: «Mein Vater Marc Streit. Er spielt im Drittliga-Team von Unihockey Mittelland.» Lian Streit träumt davon, dereinst an einer Unihockey-WM teilzunehmen.

Diesen Traum konnte sich Andrea De Icco erfüllen – mit den Azzurri nahm er fünfmal an Weltmeisterschaften teil. In Erinnerung geblieben sind ihm vor allem die beiden Niederlagen gegen Finnland (0:20) und Schweden (0:16).

Michael Zoss geht das Herz auf

Michael Zoss strahlt übers ganze Gesicht, als er die 150 Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren in der Saalsporthalle spielen sieht. Der Geschäftsführer von swiss unihockey sagt: «Mir geht das Herz auf, wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung die Kinder am Werk sind. Bereits 30 Minuten vor Türöffnung fieberten sie ihrem Einsatz entgegen. Das ist Unihockey pur.»

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